Vorkehrungen zur Prävention

In diesem Abschnitt soll es um einen Beitrag gehen, den alle betroffenen Eltern und Patienten leisten sollten, um die Auswirkungen der Mukoviszidose soweit zu begrenzen, wie es nur möglich ist. Jegliche dieser präventiven Maßnahmen sind von größter Wichtigkeit. Dies bedeutet, dass man schon den Kontakt zu den Keimen zu vermeiden oder wenigstens auf ein Mindestmaß zu reduzieren versucht. Um das Infektionsrisiko zu minimieren, werden eine Vielzahl von Vorkehrungen zur Prävention empfohlen. Für einen ersten Eindruck sind die wichtigsten präventiven Maßnahmen nachfolgend auszugsweise aufgeführt.

Badhygiene

In Abflussrohren halten sich nachgewiesenermaßen oft Pseudomonaden auf. Trifft beim Waschen, Duschen oder beim Toilettenspülen der Wasserstrahl direkt in die Abflussöffnung, können keimhaltige Aerosole aufsteigen. Daher ist ein Waschbecken mit verlängertem Wasserhahn (Strahl trifft nicht direkt in den Abfluss) und ohne Überlauföffnung sinnvoll. Ein Sieb über der Abflussöffnung hilft, aufgewirbelte Wassertröpfchen aus dem Siphon zurückzuhalten.

Gesundheitsrisiko Luftbefeuchter

Von Luftbefeuchtern ist prinzipiell abzuraten, da sie ein hohes Risiko der bakteriellen Kontamination bergen.

Ab ins Meer

Auch in der Nähe von Whirlpools, in Dampfbädern oder bepflanzten Badelandschaften entstehen bakterienhaltige Aerosole, die von CF-Betroffenen gemieden werden sollten. Dagegen wird das Baden in gechlorten oder meerwasserhaltigen Schwimmbädern, im Freibad, in offenen (auch stehenden!) Gewässern oder am Meer als unbedenklich angesehen. Unter sporttherapeutischen Gesichtspunkten ist Schwimmen sogar generell zu empfehlen.

Sorgfältig reinigen

Ein schlecht gereinigter Vernebler birgt ein hohes Risiko für eine Infektion mit potentiell gefährlichen Erregern. Die sorgfältige Reinigung des Inhalationsgerätes ist daher ein absolutes Muss! Vom Gebrauch des Verneblers durch andere Personen ist in jedem Fall abzuraten.

Hygieneaspekte beim Zahnarzt ansprechen

Zahnärztliche Vorsorgeuntersuchungen und Behandlungen bergen die Gefahr, dass durch eine bakterielle Besiedlung des Schlauchsystems der Behandlungseinheit eine Bakterienübertragung stattfindet. Natürlich sind regelmäßige zahnärztliche Behandlungen notwendig. Es empfiehlt sich daher, diese Hygieneaspekte beim Zahnarzt zu besprechen

Händeschütteln vermeiden

Problematisch ist vor allem die mögliche Keimübertragung durch andere CF-Betroffene – natürlich abhängig von deren Erregern. Hauptübertragungsweg ist das Händeschütteln. Daher ist dies grundsätzlich zu meiden und auf eine regelmäßige Händedesinfektion zu achten. Da nicht überall Desinfektionsmittel-Spender vorhanden sind, empfiehlt sich das Mitführen eines kleinen Fläschchens mit Desinfektionsmittel. Über den korrekten Gebrauch der Händedesinfektion sollte man sich informieren. Von engen sozialen Kontakten mit Benutzung gemeinsamer Sanitäranlagen, wie z.B. Feriencamps oder gemeinsamen Freizeiten mit anderen Betroffenen, ist abzuraten.